Immer schön bunzeln oder Gardinen sind für’n Poppes

Au weia, ich habe ja lange nichts mehr geschrieben… das war aber, weil ich krank war. Zuerst hatte ich Akne am Kinn, und in meinem Alter ist sowas echt peinlich. Und dann eine Dickdarmentzündung, das war dann aber gar nicht mehr lustig, aber dass es mir dann so richtig mies ging, war ganz alleine die Schuld von den Giardien. Der Knopf hat gesagt, die sind hundsgemein und ganz gefährlich, und er kann nicht verstehen, warum manche Leute diese Dinger freiwillig ins Fenster hängen.

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Kaum hat das Flunkie “Giardien” gehört, hat sie gleich das volle Tschernobylprogramm abgespult, so mit Antibiotika und Flammenwerfer und allem drum und dran. Jeden Abend gab’s so eine eklige Paste aus einer Tube (die sogenannte Giardienstange), und der Knopf konnte das Flunkie gerade noch mal davon abhalten, einen Exorzisten anzurufen. So kurz vor Weihnachten ging’s mir dann so richtig schlecht, also, so richtig, und da hat das Flunkie gesagt, ich hätte einen Arbeitsvertrag über mindestens 20 Jahre abgeschlossen, und die Emma hätte 22 Jahre geschafft und die Mücke sogar 25, und ich soll mir an den Weibern mal ein Vorbild nehmen.

Ach so, die Mücke kennt Ihr ja noch gar nicht. Also, die Mücke hiess eigentlich Fluke und war eine Russisch Blau mit Fehlfarben, und wegen denen waren ihre Besitzer auch so gemein mit ihr. Und darum waren sie dann auch sehr schnell nicht mehr die Besitzer, weil das Flunkie und das Frl. Bertie für sowas gar kein Verständnis haben. Also haben sie die Mücke aus Schottland mitgebracht, die war ein Riesenvieh und ein richtiges Biest. Hat sich sofort auf dem Kühlschrank breit gemacht, und wenn die da sass, wurde im Restaurant gegessen, weil, die ersten fünf Jahre hat die Mücke jeden angefallen, der sich ihr genähert hat. Nach weiteren fünf Jahren konnte man sie anfassen, und die nächsten zehn Jahre hat sie sich hier von vorne und hinten bedienen lassen und an allem herumgemeckert und Falschparker bei der Polizei gemeldet.

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Und daran soll ich mir ein Vorbild nehmen? Versteh einer die Menschen, aber das mit dem Vertrag habe ich dann schon verstanden. Also habe ich mich brav an die Infusion hängen lassen und mich nicht über meine Zellennachbarn beim Tierarzt beschwert, obwohl’s da einiges gegeben hätte. Ich sag nur: dauerfurzender Kater links, hysterisch brüllende Katze rechts.

Also, was war da jetzt alles… zuerst natürlich der Besuch von Alfie’s Patentante, Verena. Die ist eine ganz liebe, und ich hätte sie gerne behalten, aber das Brummie wollte ihr Körbchen nicht räumen. Sie hat aber versprochen, wieder einmal vorbei zu schauen, und da freu ich mich schon drauf! Eine ganz tolle Tasse hat sie dem Flunkie auch mitgebracht, da steht “Katzensklavin” vorne drauf, aber die hab ich gleich annektiert.

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Die Verena ist dann auch an die Büchertaufe von meinem Buch gekommen, und da war eine Bombenstimmung, der Laden war voll, und allen hat’s gefallen. Es gab auch eine Power Point Präsentation dazu, und die hat die Agatha besonders interessiert.

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Die Lesung fand im örtlichen Brockenhaus statt (das ist die Schweizer Version eines Sozialkaufhauses), das vom Frl. Bertie geleitet wird, und so war’s also quasi Kunst im Krempel.

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(Das Flunkie und Flunkie-Freunde und der Flunkie-Papi)

Die Leute haben auch fleissig gespendet, nochmals herzlichen Dank an alle (das bin ich mit Kater Karlo und der fabulösen Spendendose!)

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Ja, und dann kam Weihnachten, und die Agatha hat genau überwacht, dass das Flunkie beim Plätzchen backen alles richtig macht.

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Dafür war das Flunkie auch sehr dankbar, aber in den Ofen schieben durfte die Agatha den Knopf dann doch nicht, und sie hat gesagt, Agatha’s Freunde hätten einen schlechten Einfluss.

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Dann gings mir mies, und zu Silvester besser, was gleich ausgenutzt wurde, um doofe Fotos zu machen.

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Dann ging’s wieder zum Tierarzt, aber jetzt haben wir’s endlich im Griff; ich futter wieder gut, habe zugelegt, die Würstchen haben auch wieder eine akzeptable Konsistenz, und das Flunkie konnte den gelben Schutzanzug endlich ablegen. Brummie geht auf sicher und trägt noch immer eine Gasmaske, aber die muss ja immer übertreiben. Jedenfalls gehe ich jetzt auch wieder in den Garten, und ich habe die ersten Schneeglöckchen begrüsst. Bin ja so froh, dass ich nach den blöden Gardinen endlich wieder munter bin.

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Dann musste das Flunkie zur Arbeit, und wir haben gebunzelt!

Also, eigentlich eher der Alfie und die Agatha und der Knopf, wir andern haben bloss zugeguckt, aber das war ja auch spannend.

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Zuerst hat die Agatha in mühsamer Kleinarbeit den Küchenschrank aufgepopelt. Mit Daumen wär das einfacher, aber mit Geduld geht das auch. Dann haben der Alfie und die Agatha und der Knopf alles schön aufgeräumt, damit das Flunkie eine Freude hat, wenn sie total geschlaucht von der Arbeit kommt.

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Das ist übrigens Holundersirup, das in der Flasche. Der klebt schön, vor allem in Verbindung mit losem Irish Breakfast Tee. Darum sucht das Flunkie jetzt auch grade laut fluchend den Spachtel, um die Holundersirupirishbreakfastteepfotenabdrücke vom Boden abzukratzen.

Dann hat die Agatha den Schrank im Wohnzimmer aufgemacht, und da war doch tatsächlich die Schachtel mit der Osterdeko! Da haben wir uns sehr gefreut, denn normalerweise hängt die, genau wie die Weihnachtskugeln, an einer Girlande unter der Decke, damit wir nicht ran kommen. Na, jetzt hatten wir endlich die Gelegenheit, uns die doofen Eier mal genauer anzusehen. Die Agatha hat gesagt, die taugen nichts, einmal feste draufhauen, und schon sind sie hin.

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Der Alfie und die Agatha und der Knopf haben’s dann noch mit andern Eiern probiert, aber die waren auch von lausiger Qualität. Der Knopf hat gesagt, Hühner seien auch nicht mehr, was sie mal waren, und dann hat er gesagt, hey, wir könnten doch noch das Bling Bling abstauben! So sieht das Bling Bling aus:

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Das Bling Bling, das ist dem Flunkie sein Augapfel, und hängt im Wohnzimmer. Der Knopf liebt das Bling Bling, weil es so schön glitzert und sich bewegt und überhaupt ganz toll ist. Da kann man sicher gut dran schaukeln, hat die Agatha gesagt, und der Knopf hat gesagt, hey, Du hast Recht! Und der Alfie hat gesagt, oh dio mio!

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und dann haben sie das mal ausprobiert.

Jetzt sieht das Bling Bling so aus:

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Wenn das Flunkie mit Spachteln fertig ist, dann sucht sie sicher nach den fehlenden Hängedingern vom Bling Bling. Mit denen haben der Alfie und die Agatha und der Knopf später nämlich gespielt. Eins habe ich in der Badewanne gesehen, und eins hinterm Katzenbaum, aber wo die anderen zwei sind… keine Ahnung. Das Flunkie hat gejammert, aber die Agatha hat gesagt, das sei moderne Kunst, und das alles gratis, also bitte.

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Hui, jetzt hätte ich fast noch was vergessen, es gibt ja jetzt den Instagram Feed zum Buch! Wenn Ihr also Fotos von uns angucken wollt, dann könnt Ihr das ab sofort hier tun.

http://instagram.com/dasflunkie#

Das Flunkie hat versprochen, öfters neue Bilder hochzuladen!

(c) 2013  Das Flunkie: “Etwas ist immer.”Auszüge aus dem Buch “Etwas ist immer.” vom Flunkie erscheinen auf Bounceroni exklusiv und dürfen weder in Auszügen noch im Ganzen anderweitig gepostet, kopiert, gebeamt oder getanzt werden. Ganz besonders nicht nackt. So. Kaufen kann man dieses exzellente Machwerk hier bei Amazon.

Falls Ihr die wichtige Arbeit von Flunkie’s Lieblingstierheim unterstützen und helfen wollt, Tiere wie Charlie, Knopf, Trinnie, Lorchen und Jule zu retten, dann klickt bitte auf den “donation” Knopf. Danke!

Ab sofort kann “Etwas ist immer” vorbestellt werden!

ACHTUNG! DIE LIEFERFRIST VON AMAZON IST FALSCH!

Es dauert keine 5 – 6 Wochen, andere Anbieter, zB. Thalia, liefern innert weniger Tage, und auch Amazon braucht nicht Monate. Also unbesorgt bestellen, das Buch ist sicher vor Weihnachten da. Und wer ganz sicher gehen will, bestellt einfach direkt bei mir.

Endlich: ES IST FERTIG!

Titel: Etwas ist immer oder Erziehung ist was für Hunde
Autor: Flunkie, Das (hehe!)
Format: 17 cm x 22 cm
Einband: Paperback
Bindung: Klebebindung
Gesamtseitenzahl: 60
Anzahl Farbseiten: 32

ISBN: 9-783732-282050

Preis: CHF  12.00 / EUR 9.90 (plus Porto – Versand aus Deutschland möglich)

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Das Buch kann entweder direkt bei mir bestellt werden (Mail mit Name, Adresse und Anzahl gewünschte Bücher an flunkie  @  dasflunkie.com) oder über

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Die Bücher sollten nächste Woche versandfertig sein.

Mehr Informationen und eine Leseprobe findet Ihr auf

Flunkie’s Website

Es wird natürlich trotzdem weiterhin neue Geschichten geben, die Ihr hier und anderswo finden könnt. Weihnachten steht ja vor der Tür!

 

Fussball oder Uns ist alles ganz Wurst(i)

Letzte Woche war Fussball.

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Fussball ist immer gut. Erstens haben wir hier dann sturmfreie Bude, und zweitens ist die Wurst nach Spielende 50% günstiger. Also gibt’s für uns Wursti. Ich liebe Wursti! Wursti, Wursti, Wursti!

Nicht Wursti ist allerdings, für wen man die Pfoten drückt und die Öhrchen kreuzt. Der Knopf sagt immer, die Wahl des Fussballteams sagt viel über den Charakter aus. Also hat der Knopf den Alfie gefragt, welches Team er so unterstützt, und der Alfie hat ganz viel gesagt, ist begeistert auf und ab gehüpft und war richtig aufgeregt. Wir haben nur “Barça” und “Messi” verstanden, und der Knopf hat gesagt, ja was soll das denn nun wieder sein, und ich habe gesagt, ist doch egal, Hauptsache nicht Weisswursti.

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Das ist nämlich so eine Sache. In diesem Haushalt ist man entweder “Rot für die Liebe, Blau für die Treue” oder “Lebenslang Grün-Weiss”, und wir waren uns darum nicht so sicher, wie das jetzt mit Barça ist. Lorchen hat gesagt, Fussball sei doof, sie guckt lieber Tennis. Die Agatha hat gesagt, Tennis sei was für Regenwürmernachdemregenvomgehsteigwegtragerunddannwiederzurückbringer, und das könne sie sich jetzt aber nicht vorstellen, dass das Flunkie den Alfie rausschmeisst nur wegen einem Fussballteam, und ausserdem sei blau/rot ja fast dasselbe wie rot/blau. Der Knopf hat gesagt, also echt, sowas kann ja mal wieder nur von einer Katze kommen, und dann hat ihn die Agatha in den Hintern gebissen. Für jemanden, der angeblich nix hört, hört sie manchmal schon erstaunlich gut!

Das Brummie hat ganz schief geguckt und gesagt, ja ja, erinnert Ihr Euch noch, was mit meiner Schwester passiert ist? Der Alfi hat gesagt, yo no sé nada, and und das Brummie hat gesagt, kenne keinen John Senada, spielt der für Manchester? Jedenfalls hat Fräulein Flauschi damals beim falschen Tor gejubelt, und schwupp, weg war sie. Wohin, fragt Agatha, und Knopf sagt, in die Weisswurst.

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Huh! hat der Alfie gesagt (das ist Spanisch für huh!), und der Knopf hat gesagt, hah! (das ist Deutsch für ätsch!), pack schon mal die Koffer! Aber die Agatha hat ihn angeknurrt und dann dem Alfie die Ohren geputzt. Mach Dir nichts draus, hat sie gesagt, der Knopf sagt viel, wenn der Tag lang ist, und in die Wurst kommst Du sowieso erst, wenn Du 3 kg wiegst. Da fehlen noch 100g, also keine Sorge. Irgendwie hat das den Alfie aber nicht wirklich beruhigt. Wir haben dann eine Runde Fussball gespielt, aber leider ging der Ball kaputt.

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Das Flunkie ist dann spät nach Hause gekommen, und naja, sagen wir mal so, das Spiel ist wohl nicht so gelaufen, wie es sollte. Das Flunkie war ziemlich sauer und heiser, aber wir haben trotzdem Wursti und Krauler bekommen, und Agatha hat dem Flunkie gesagt, sie soll sich nicht aufregen, und das einzig wichtige Fussballereignis der letzten Jahre wäre sowieso die Unterwäschewerbung von David Beckham gewesen.

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PS: Fräulein Flauschi wurde nicht in die Weisswurst geschnetzelt. Sie lebt als Katzendiva in einer 120m2 Wohnung mit zwei Balkonen und zwei Knechten sowie einem Grossbildschirm, auf dem sie sämtliche Spiele ihres Lieblingsvereins verfolgt.

(c) 2013  Das Flunkie: “Etwas ist immer.”Auszüge aus dem Buch “Etwas ist immer.” vom Flunkie erscheinen auf Bounceroni exklusiv und dürfen weder in Auszügen noch im Ganzen anderweitig gepostet, kopiert, gebeamt oder getanzt werden. Ganz besonders nicht nackt. So.

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Frühling oder Originale Ostdeutsche Kuhkatzen

Endlich ist es Frühling, und ich habe mich in den Garten geflüchtet, um nach den letzten schockierenden Enthüllungen etwas Ruhe zu finden und mich zu sammeln.

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Es hat sich nämlich bestätigt, was ich mir schon gedacht hatte: der Spanischlehrer ist gar keiner, sondern ein Siamese!

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Naja, seine Oma kam aus Siam, oder der Opa, hat der Tierarzt gesagt. Ich habe gefragt, wo denn das ist; Agatha hat gesagt, irgendwo in Schweden und der Knopf sagte, das sei gleich hinter Wuppertal. Also, da glaube ich eher Agatha, denn der Knopf erzählt ja viel, wenn der Tag lang ist. Brummie hat gesagt, wir seien ungebildete Ignoranten; “Siamkatze” sei die Bezeichnung für eine Katzenrasse, und es bedeutet, dass der Alfie edle Vorfahren hat, während wir ganz gewöhnliches Feldwaldwiesengemüse seien.

Also, das hat dem Knopf natürlich überhaupt nicht gepasst, und er hat den ganzen Nachmittag auf dem Bücherregal geschmollt und uns mit den gesammelten Werken von Edgar Allan Poe beworfen.

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Schliesslich hat unser Flunkie ihn heruntergeholt, ihm den Bauch gekrault und ihm erklärt, dass wir alle ganz spezielle Rassekatzen wären. “Der Charlie und Du, Ihr seit Originale Ostdeutsche Kuhkatzen”, hat sie gesagt, “die Agatha ist eine seltene Yeti-Abrissbirnenkatze, und das Brummie stammt von einer alten Familie von Seidenraupen ab.” Da war der Knopf ganz stolz und hatte wieder gute Laune. Ich habe das Flunkie dann gefragt, was denn das Lorchen für eine Katze sei, und sie hat gesagt, das Lorchen wäre aus einem Drachenei geschlüpft. Na, da hätte ich ja auch selber draufkommen können.

Also, jedenfalls, das mit der Speiseröhre, das hat der Alfie wohl seinen Grosseltern zu verdanken. Siamkatzen kriegen nämlich Megaösophragen… phragusse… phragien… dingsen… und das sei angeboren und zum Glück nicht so schlimm, aber der Tierarzt hat den Alfie ganz streng angeguckt und gesagt, junger Mann, das Ziel sind 3kg, und der Alfie hat hoch und heilig versprochen, noch mehr zu futtern als eh schon. Na, immerhin wiegt er jetzt schon 2.8kg, also ein Pfund mehr als bei seiner Ankunft. Wir arbeiten daran.

Ich finde es ja schon schön, dass der Alfie jetzt da ist, aber etwas gewurmt hat es mich schon, dass der seine eigene Stehbar kriegt. Aber der Alfie ist echt nett, es macht ihm gar nichts aus, mit mir zu teilen.

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Das Flunkie hat gesagt, das sei ja wieder mal typisch, lecker Biofresschen stehen lassen und dann verdünntes Futter mit Bäh-Recovery reinschaufeln. Hier geht’s ja aber nicht um’s Futter, sondern um’s Prinzip, so. Gleiche Stehbars für gleiche Arbeit!

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Der Alfie und ich haben beide Schnupfen, und jeden zweiten Tag tun wir gemeinsam mit Salbei inhalieren. Das Flunkie sagt, es sei unglaublich, wie viel Schnodder so ein kleiner Kater produzieren kann. Der Knopf sagt, das sei alles eine Frage des Trainings. Der Alfie schläft meistens auf dem Knopf drauf, und der ist morgens dann immer vollgerotzt. Brummie hat gesagt, es sei ein Skandal, und wehe, jemand rotzt ihr schönes Seidenpelzchen voll!

Der Knopf hat jedenfalls angefangen, dem Alfie jeden Blödsinn beizubringen, den er kennt. Da ist zum Beispiel die Sache mit der Klospühlung. Der Knopf spült für sein Leben gerne, und zwar am liebsten um drei Uhr morgens. Zuerst machts wuuuuuuuuuuuuusch, und dann haut er wie ein Irrer auf der Taste rum – tack tack tack tack – bis der Kasten wieder voll ist. Ein feines Spiel! Meistens faucht das Flunkie dann aus dem Schlafzimmer, sie würde ihn auf Ebay verkaufen, oder er käme in die Wurst, aber das Flunkie sagt ja viel, wenn der Tag lang ist. Jedenfalls hat der Alfie das ganz genau beobachtet, und versucht ständig, zu spülen. Aber mit 2.8kg hat er nicht das notwendige Gewicht, also hört man nur tack tack tack gefolgt von frustriertem Mauzen. Das Flunkie hat gesagt, wir wären wie die Hunnen, und im nächsten Leben will sie nur noch Hamster.

Aber am tollsten findet der Alfie das Bett. Bett und schmusen. Kaum liegt das Flunkie flach, quetscht er sich in den Arm, und da bleibt er dann, bis der Knopf zur Attacke auf die Klospühlung bläst (wie gesagt, um drei Uhr früh). Nun hat der Mensch aber naturgemäss nur zwei Arme, aber es gibt drei anquetschinteressierte Parteien. Ich bin ja nicht so, und habe meinen Stammplatz geräumt und schlafe jetzt auf dem Kopfkissen. Das Flunkie hat gesagt, wie nett von mir, jetzt könnten ich und Alfie sie in Stereo vollschnarchen.

Der Knopf hat gesagt, das vernünftigste wäre, wenn wir unser Flunkie mit Schokolade und Kuchen füttern, da vergrössert sich dann nämlich irgendwann die Fläche und wir haben alle Platz. Also, da ist was dran!

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(c) 2013  Das Flunkie: “Etwas ist immer.”Auszüge aus dem Buch “Etwas ist immer.” vom Flunkie erscheinen auf Bounceroni exklusiv und dürfen weder in Auszügen noch im Ganzen anderweitig gepostet, kopiert, gebeamt oder getanzt werden. Ganz besonders nicht nackt. So.

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¿qué? oder Die Ankunft des Spanischlehrers

Guck mal, habe ich zum Knopf gesagt, das Flunkie hat mir eine Stehbar* mitgebracht. Ist das nicht nett von ihr?

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Der Knopf hat wiedermal so komisch geguckt und gesagt, ich sei ein hoffnungsloser Fall, und bei mir würde der Kalk nun wirklich schon aus den Ohren rieseln, und überhaupt bräuchte ich dringend eine Brille. Ich habe dann den Kopf geschüttelt, aber ausser einem Leckerli von vorgestern war da nix, und das ist ja wieder mal typisch. Dann haben wir uns zum Mittagsschläfchen auf’s Bett gelegt, und der Knopf hat gesagt, nun guck doch mal da rüber, fällt Dir nix auf?

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Ich hab hingeschaut, aber was der da wieder gesehen hat, weiss ich auch nicht. Ist die Decke neu?

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Der Knopf hat gesagt, ich bräuchte dringend Ginseng, und ist in den Wintergarten getrabt um zu spielen. Mit wem weiss ich auch nicht, haben doch alle geschlafen.

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Schliesslich hat mich der Knopf vom Bett runtergeschmissen und in den Flur getrieben. Das Lorchen war grade in ein merkwürdiges Gespräch vertieft.

“Wer bist denn Du?”

“Mi nombre es Alfie.”

“Minombresalfi? Wer hat sich denn das ausgedacht? Ich werde Dich Alfie nennen.”

“Muy contento, guapa!”

Der Knopf hat gefragt, ob ich jetzt endlich gemerkt hätte, was los ist, und ich habe gesagt, ja klar, ich bin doch nicht doof, wir haben einen Spanischlehrer!

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Der Knopf hat nur die Augen gerollt, aber das macht er ja immer. Ich bin dann zurück zum Bett, und glaubt’s mir oder nicht, da liegt doch der Spanischlehrer plötzlich auf meinem Stammplatz!

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Also, ich habe ja wirklich den grössten Respekt für unsere Lehrkräfte, aber das ging mir dann doch etwas zuweit. Ich fragte den Kerl, ob er vielleicht ein wenig zur Seite rücken könnte; er sagte “¿qué?”, also hab ich mich daneben gelegt. Der schnarcht aber ganz fürchterlich; der Knopf hat gesagt, der und ich wären für 80% des Waldsterbens in Westeuropa verantwortlich, so wie wir sägen, und es sei ein Skandal. Dann hat er sich das Ohropax von unserem Flunkie geliehen und sich auf den Katzenbaum vertrollt.

Das Brummie wollte nicht auf’s Bett. Sie hat gesagt, sie wolle erst mal den Impfausweis und das Visa von dem Kerl da sehen, sowie die Unbedenklichkeitserklärung des Tierarztes, einen Strafregisterauszug und seine Pfotenabdrücke durch INTERPOL überprüfen lassen. Darauf hätte sie gemäss Paragraph 78 ff. der Genfer Kitty Conventions nämlich ein Anrecht, und bevor sie nicht persönlich die Personalakte überprüft hat, würde sie ihr Pelzlein auf sicherem Abstand halten.

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Der Knopf hat dann aus dem Wohnzimmer gerufen, ob sie denn schon gehört habe, der Alfiedingsbums hätte Flöhe gehabt, und da war dann Schluss mit lustig. Das Brummie hat sich sofort einen Hut aus Aluminium übergezogen, der Knopf hat ihr nämlich gesagt, das würde gegen Flöhe helfen. So ein Blödsinn, sie sollte doch wirklich langsam wissen, dass der Knopf viel erzählt, wenn der Tag lang ist, und gegen Flöhe hilft nur Pizza mit Knoblauch, das weiss doch jeder. Naja, zum Glück kann Brummie nie was länger als zehn Minuten durchziehen, und als der Alfiedingens sich dann in ihren Korb geflätzt hat, hat sie nur noch etwas gebrummelt und ihm die Mittelkralle gezeigt. Dem war das aber wurscht, den scheint nichts aus der Ruhe zu bringen.

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Agatha hat mir dann gesagt, dass der Alfiedingsbums hierbleibt, erstens wegen der Bildung und zweitens überhaupt, und der Knopf hat gesagt, aber hallo, wenn sich die Mädels hier einen Spanischlehrer einfliegen, dann sollten wir mal zusehen, dass wir eine nette Französischlehrerin bekommen. Er würde sich da ein nettes Perserfräulein vorstellen, aber die Agatha hat gesagt, das könne er sich abschminken, und wir seien Kulturbanausen, alle beide.

Naja – ich bin ja vielleicht inzwischen etwas senil, aber dass es der Agatha hier nicht um Bildung geht, das habe sogar ich verstanden!

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*Alfie muss auf Grund einer Erkrankung der Speiseröhre im Stehen fressen. Daher ist er stolzer Besitzer einer echt 50er Jahre Stehbar Marke “Küchenfee”.

(c) 2013  Das Flunkie: “Etwas ist immer.”Auszüge aus dem Buch “Etwas ist immer.” vom Flunkie erscheinen auf Bounceroni exklusiv und dürfen weder in Auszügen noch im Ganzen anderweitig gepostet, kopiert, gebeamt oder getanzt werden. Ganz besonders nicht nackt. So.

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Irgendwas ist immer oder Erziehung ist was für Hunde.

“Irgendwas ist immer”, hat das Flunkie geseufzt, als Agatha die beiden Vasen vom Schrank schmiss und die Bilder von den Wänden holte. “Ihr seit keine Katzen, sondern ein Zustand. Das reinste Irrenhaus.”

Das Brummie hat gesagt, das sei a) grammatikalisch fragwürdig und b) gar nicht wahr. Es handle sich hier eher um eine sozialpädagogische Wohngruppe für aussergewöhnliche Katzen, aber das mit den zerdepperten Vasen sei allerdings ein Zustand, und zwar ein ständiger, und es solle bitte jetzt mal jemand der Agatha erklären, dass sie kein Talent zur Innendekorateurin hat.

Das Lorchen hat die Nase gerümpft und gesagt, das käme daher, weil wir, natürlich mit Ausnahme von ihr, alle ganz furchtbar schlecht erzogen wären. Der Knopf hat sie schief angeguckt und gesagt, das sei gar nicht wahr. Und da hat er auch vollkommen Recht; wir sind nämlich weder gut  noch schlecht erzogen, sondern gar nicht. Erziehung ist was für Hunde.

Während das Flunkie die Scherben wegräumt und schimpft, kann ich uns ja mal kurz vorstellen. Also, das ist der Oskar.

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Oskar wohnt in der Wohnung über uns, und eigentlich gehört er nicht dazu, aber irgendwie aber doch. Knopf sagt immer, Oskar sei neurotisch, aber Oskar sagt, er sei nur sicherheitsbewusst, und heutzutage könnte man nie vorsichtig genug sein. Da hat er ja nun irgendwie recht, aber trotzdem finde ich’s übertrieben, dass er jeden Besucher erst bei Google und Fratzenbuch auf mögliche Sicherheitsproblematiken checkt. Und die Sache mit den elektronischen Pfotenabdrücken… naja, ich weiss nicht. Knopf sagt, Oskar wäre mal beim ungarischen Geheimdienst gewesen, aber der Knopf erzählt viel, wenn der Tag lang ist.

Und ich, ich bin der Charlie.

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Die Tierärztin hat gesagt, ich würde Zeichen von Alterssenilität zeigen, aber der Knopf sagt, das könne nicht sein, ich sei schon immer so ein sturer Esel gewesen. Ich habe nur drei Beine, bin auf einem Auge blind und höre nicht mehr so gut. Da könnte man natürlich Komplexe kriegen, aber der Knopf sagt, Admiral Nelson wäre auch nicht viel besser dran gewesen, und da könne man mal wieder sehen, wie wichtig eine Unfallversicherung ist.

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Das bin ich mit dem Knopf, übrigens. Er redet etwas viel und bleibt dauernd in irgendwas stecken, und diese Bungeejumperei vom Schlafzimmerschrank auf’s Bett ist auch mühsam, aber wir sind trotzdem gute Kumpel. Knopf und Agatha haben den Trick raus, wie man an die Leckerli kommt, und die zwei teilen immer grosszügig. Sehr aufmerksam!

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Beruflich bin ich im Ruhestand, aber zwischendurch arbeite ich noch als Fotomodell. Knopf sagt zwar, LOLCAT zu sein sei ja nun nicht wirklich eine Meisterleistung, aber unser Flunkie sagt, ich sei der schönste Kater der Welt, und wenn die das sagt, dann ist das auch so, SO!

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Und das, das ist der Poppes von Lorchen.

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Den hat der Knopf fotokopiert, als unser Flunkie mal nicht zuhause war und vergessen hat, den Fotokopierer auszuschalten. Ich finde, das sagt alles, was man über diesen Haushalt wissen muss.

Und das ist das Lorchen.

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Eigentlich heisst sie ja Hannelore, aber das möchte ich keinem raten, sie so zu nennen, da wird sie fuchsig, fährt die Krallen aus und verteilt gratis Tätowierungen. Angeblich ist das Lorchen die “normalste” Katze im Haushalt, aber der Knopf sagt, der Status als normalste Katze hier ist etwa so wie das beste Fussballteam von Grönland zu sein.

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Unser Flunkie nennt uns manchmal das Lumpengesindel, was ich ziemlich unfair finde. Erstens mache ich nie fast gar nichts, und zweitens muss man diese zwei ja nur anschauen und weiss, dass sie wahre Engel sind.

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Also, warum lacht der Knopf jetzt schon wieder wie eine Hyäne…?

Als das Brummie damals bei uns eingezogen ist, hat unser Flunkie einen langen Vortrag zum Thema “Seit nett zu neuen Katzen” gehalten. Das Brummie hätte nämlich eine schlimme Geschichte hinter sich, und bräuchte jetzt viel Ruhe und gute Freunde.

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Also haben wir brav nächtelanges Gebrüll ertragen, uns in die Ohren beissen und den Pelz stäuben lassen, bis sich das gnädige Fräulein endlich eingelebt hatte. Als Dank klaut sie mir nun andauernd meinen Lieblingskorb und dem Knopf seine Leckerlis, aber naja, Hautpsache, sie fühlt sich wohl.

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Der Knopf sagt, manchmal denkt er, dass anderswo die Katzen vielleicht nicht so gut leben wie bei uns, aber unser Flunkie sagt ihm dann immer, dass es nicht nötig ist, dass er sich darüber Sorgen macht, das macht sie schon, und das sei genug.

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Brummie guckt dem Flunkie immer über die Schulter beim Arbeiten, damit sie auch alles richtig macht und nichts vergisst. Wir arbeiten hier alle hart für unseren Lebensunterhalt!

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Der Oskar, der findet das Brummie ganz toll. Er schreibt ihr dauern Liebesgedichte und schickt ihr kistenweise kandierte Mäuse. Peinlich, sowas.

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Agatha ist unser Nesthäkchen, was bedeutet, dass sie macht, was sie will, und wir müssen damit leben. Agatha ist von Geburt an taub, aber der Knopf sagt, das sei kein Problem, denn a) würde sie auch nicht hören, wenn sie hören könnte, und b) hätte sie als einzige von uns Spass am Feuerwerk.

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Katzen haben ja angeblich was Elegantes, aber als die Eleganz verteilt wurde, war Agatha wohl grade auf’m Klo. Wir nennen sie unser kleines Stierchen, weil sie alles niederwalzt, umrennt und platt macht, was ihr im Weg steht. Ständig fällt sie irgendwo hinein oder dahinter, schmeisst was um oder landet im Wassernapf. Und das findet sie dann auch noch lustig!

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Als einzige Schweizerin in unserer therapeutschen Wohngemeinschaft legt sie viel Wert auf Schweizer Qualität, und schläft darum vorzugsweise in Taschen der Marke FREITAG. Das ist sehr vernünftig, die Dinger werden ja aus ausgedienten Lastwagen Planen genäht, und das ist, neben Stahl, wohl das einzige Material, das Agatha standhalten kann.

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Agatha ist sehr an guter Küche interessiert, aber leider hat sie noch nicht ganz verstanden, wo der Koch und wo der Gast hingehört. Der Knopf sagt, das liege an der vegetarischen Küche, die hätte einen schädlichen Einfluss. Das sagt er aber nur, weil er so gerne Ragout isst.

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Der Knopf und Agatha sind die besten Freunde. Der Knopf hat ihr alles beigebracht, was man wissen muss, zB. wie man die Klospühlung betätigt, dass das mitten in der Nacht besonders lustig ist, und dass das Flunkie immer so schön quiekt, wenn man um drei Uhr früh vom Schlafzimmerschrank auf ihren Bauch hüpft. Dafür hat sie ihm beigebracht, wie man Schränke und Schubladen öffnet. Das Flunkie hat gesagt, Agatha sei keine Katze, sondern ein Zustand. Aber das hat sie wohl nur gesagt, weil Agatha zuerst unter die Dusche und dann in den klumpenden Katzensand gehüpft ist, und sie Agatha dann duschen musste. Der Knopf hat gesagt, panieren sollte man nur Schnitzel, nicht Katzen, aber das wusste die Agatha wohl noch nicht.

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Ja, und zu guter letzt, hier ist der Knopf. Also, bzw. das Knopfloch.

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Der Knopf weiss nicht, dass er ein Kater ist. Er denkt, er sei ein etwas haariger Mensch, und ist überzeugt davon, dass unser Flunkie seine Mama sei. Darum klebt er auch ständig an ihr dran, und schämt sich noch nicht mal dafür, so ein Muttersöhnchen zu sein! Zum Glück gab es da bis vor kurzem noch unsere liebe Emma-Mama, die dem Knöpfchen wenigstens die Grundbegriffe des Katzendaseins beigebracht hat.

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Knopf’s Lebensmotto ist “Das ganze Leben ist ein Spassi!”, und darum hüpft und springt er mit bester Laune durch die Tage, ist non-stop am Unfug treiben und wird darum nur fotografiert, wenn er schläft (was selten genug der Fall ist).

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Das bin ich mit dem Knopf. Der muss immer auf einem draufliegen oder drunter oder dran, sogar im Hochsommer. Das Flunkie sagt, er sei eben ein besonders anhänglicher und liebesbedürftiger Kater, aber ich finde, er ist einfach nur schlecht erzogen. Leider hat er in der Akademie der Katzenkünste mit einer 1+ in “Niedlichkeit” abgeschlossen, darum guckt er nach jedem Unfug einfach lieb und wir schmelzen alle dahin. Lorchen stiftet den Knopf immer zu allem möglichen Blödsinn an, und der macht natürlich auch immer, was sie sagt. Aber das tun wir ja alle, da kann man es ihm nicht übelnehmen!

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Oskar von obendran und Knopf sind dicke Kumpels; wenn das Flunkie weg ist, gucken sie Fussball oder Skirennen. Knopf hat gesagt, er will mal Synchronschwimmen ausprobieren, aber der Oskar hat gesagt, der Knopf erzählt viel, wenn der Tag lang ist.

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Ja, das war’s dann mal von uns. Das Flunkie ist soeben mit einem Spanisch-Wörterbuch angerückt und hat gesagt, sie hätte für uns eine Überraschung, und ich bald jemanden, der mit mir zusammen inhalieren kann. Und das soll jetzt gut sein oder was?! Na, da bin ich ja mal gespannt – mehr nächste Woche!

 

(c) 2013  Das Flunkie: “Etwas ist immer.”Auszüge aus dem Buch “Etwas ist immer.” vom Flunkie erscheinen auf Bounceroni exklusiv und dürfen weder in Auszügen noch im Ganzen anderweitig gepostet, kopiert, gebeamt oder getanzt werden. Ganz besonders nicht nackt. So.

Hört, hört, hört! Wichtige Änderung auf Bounceroni!

1. Es ist zu heiss.

2. Ab nächste Woche werden hier Flunky’s Geschichten aus ihrer “Sozialpädagogischen Wohngruppe für aussergewöhnliche Katzen” unter dem Titel “Charlie sagt: Irgendwas ist immer” erscheinen. Pro Woche gibt’s ein Update. Leider nur auf Deutsch, aber dafür gibt’s ja Babelfish…! Jaaaaa, und ein Buch dazu gibt’s dann auch im Herbst, also immer mal wieder reinschauen.

3. Es ist zu heiss.

toohot

 

Goodbye, my lovely Emma / Lebwohl, geliebete Emma

The wise old spirit has left, and we’re all extremely sad. She’d battled arthrosis for a few years, and recently her patellar aluxation caused her some trouble, but it was a malignant growth behind her eye which finally took her from us. We’re very grateful that she didn’t have to suffer; as you can tell from these pictures taken on her last day, she was not in pain, peaceful and relaxed. We’ll miss her terribly, especially Buttons, her “baby”. Thanks for everything, Emma, it was an honour you decided to stay with us. We’ll miss your trademark foghorn “miouuuw” terribly.

Die weise alte Dame hat uns verlassen, und wir sind unheimlich traurig. Sie hatte schon einige Jahre mit Arthrose zu kämpfen, und kürzlich begann ihre genetisch bedingte Patellaluxation, ihr Schwierigkeiten zu bereiten, aber es war schlussendlich eine bösartige Geschwulst hinter ihrem Auge, die sie uns genommen hat. Wir sind sehr dankbar, dass sie nicht leiden musste; wie Ihr auf diesen Bildern von ihrem letzten Lebenstag sehen könnt, war sie ohne Schmerzen, friedlich und ganz entspannt. Danke für alles, Emma, es war eine Ehre, dass Du bei uns bleiben wolltest. Wir werden Dein Nebelhorn “Miouwww” furchtbar vermissen.

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Looking back on 2012 / Das Jahr das war…

Now has this ever been an exciting year for an old paw like me! Without going into details, I can tell you that my vet upgraded from a VW Beetle to a Ferrari, and I’m proud to say that my bills have contributed at least two wheels! Anyway, I’m doing really fine now, and to celebrate yet another year in great company, me and the gang decided to participate in a photo shooting for your viewing pleasure. Personally, I think clothes for animals suck, but hey, once a year I can do, especially when being bribed with salmon.

Das war ja wieder ein aufregendes Jahr für eine alte Pfote wie mich! Ich will hier nicht in’s Detail gehen, aber meine Tierärzt hat ihren VW Käfer gegen einen Ferrari eingetauscht, und ich kann voller Stolz sagen, dass meine Rechnungen mindestens zwei Räder finanziert haben! Aber egal, mir geht’s wieder richtig gut, und um ein weiteres Jahr in guter Gesellschaft zu feiern, haben ich und die anderen beschlossen, an einem Foto Shooting zu Eurer Unterhaltung teilzunehmen. Persönlich halte ich Klamotten für Tiere ja für Schwachfug, aber hey, einmal im Jahr mache ich it, besonders, wenn’s dafür Lachshäppchen gibt.

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To avoid any arguments among the divas, we’ll do this in alphabetical order.

Damit sich die Diven hier nicht in den Pelz geraten, machen wir das in alphabetischer Reihenfolge.

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Agatha was born on 29th February this year, so we all knew she was an exceptional cat. At four months, she came into our family, and has settled in wonderfully from day one. Agatha is completely deaf (a problem many white cats have), but to be honest, I don’t think she’d listen to anybody even if she could hear. We call her the “White Pointer”, for a variety of reasons. She’s become best friend with Buttons and Lorchen, and among the three of them, they’ve successfully wrecked a good part of the flat. But who cares – that’s what the DIY department is for.

Agatha wurde am 29. Februar diesen Jahres geboren, wir wussten also alle, dass sie etwas ganz besonderes ist. Mit vier Monaten kam sie in unsere Familie, und hat sich vom ersten Tag an sofort zuhause gefühlt. Agatha ist vollkommen taub (ein Problem, das viele weisse Katzen haben), aber um ehrlich zu sein, so würde sie wohl auch dann nicht hören, wenn sie hören könnte. Wir nennen sie aus verschiedenen Gründen den “Weissen Hai”. Sie und Knopf und Lorchen sind die dicksten Freunde, und zu dritt haben sie erfolgreich einen beachtlichen Teil der Wohnung ruiniert. Aber was solls, dafür gibt’s ja den Baumarkt.

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Brummie, our little neurotic, has made huge steps forward this year. She’s lost a lot of her shyness, and doesn’t mind approaching people, and she’s also learned that she’s well within her rights to clip Lorchen behind her ear when she’s pestering her. It took one and a half years, but she’s finally really “arrived”, and from her favourite place (the basket on the fridge, next to the radiator) she’s an ever-watchful presence. She still thinks it’s beneath her to eat anything that’s not coming from a tin, though. Snob.

Brummie, unsere kleine Neurotikerin, hat dieses Jahr grosse Fortschritte gemacht. Sie hat viel von ihrer Schüchternheit abgelegt, und hat keine Angst mehr, auf die Leute zuzugehen. Sie hat auch gelernt, dass sie Lorchen durchaus mal eins hinter die flauschigen Löffel geben darf, wenn sie zu sehr nervt. Es hat eineinhalb Jahre gedauert, aber nun ist Brummie wirklich “angekommen”; und von ihrem Lieblingsplatz aus (der Korb auf dem Kühlschrank, genau neben der Heizung), überwacht sie alles, was so läuft. Allerdings ist es noch immer unter ihrer Würde, irgendetwas zu essen, das nicht aus der Dose kommt. Snob.

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Buttons hasn’t changed one bit. He’s still flushing the toilet, he’s stil wrecking lamps, and with Agatha, he has f0und the perfect partner in crime. Agatha taught him how to open doors and drawers, he showed her how to handle the remote control, and so there are now two cats wrecking havoc 24/7. His hyperactivity is kept in check with Chinese herbs, and that works rather well. However, as our vet said (very affectionately): “He’s adorable, but it’s obvious he’s completely nuts.” Indeed, indeed!

Knopf hat sich überhaupt nicht verändert. Er betätigt noch immer die Klospülung, er reisst noch immer Lampen runter, und in Agatha hat er die perfekte Komplizin für seine Lumpenstückchen gefunden. Agatha hat ihm beigebracht, wie man Schubladen und Türen öffnet, er hat ihr gezeigt, wie man die Fernbedienung betätigt, und so toben nun also zwei Katzen 24/7 durch die Gegend. Seine Hyperaktivität wird mit Chinesischen Kräutern behandelt, und das funktioniert ganz gut. Wie allerdings die Tierärztin so schön (und liebevoll) sagt: “Er ist süss, aber ganz offensichtlich total verrückt.” Allerdings!

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Emma has recently celebrated her 21st birthday, and her usual issues with her arthritis aside, she’s fit as a fiddle, eats like a lumberjack and brushed off dental surgery as if it had been nothing. She’s the great old dame and still the boss here, and we all respect that. If only she’d do something about her flatulence… ewww… the tin opener has placed steps next to sofa, bed and windows, so she can get everywhere without having to jump much. The perfect example that also old cats can enjoy their lives!

Emma hat kürzlich ihren 21. Geburtstag gefeiert, und von ihren üblichen Anfälle von Arthritis abgesehen, geht es ihr prächtig. Sie futtert wie ein Scheunendrescher und hat eine Zahnsanierung problemlos überstanden. Sie ist die graue Eminenz hier und nach wie vor der Chef, und wir respektieren das auch alle. Wenn sie nur was gegen ihre Blähungen machen würde… bääääh… der Dosenöffner hat neben Bett, Sofa und Fenstern Treppchen platziert, damit sie überall hinkommt, ohne springen zu müssen. Ein perfektes Beispiel dafür, dass auch alte Katzen das Leben geniessen können!

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Julchen, the beautiful lady from Germany, also had to undergo dental surgery (it was the year of the Tooth Fairy, I tell you!), but that aside, 2012 was golden for her. Much of her hypernervousness has gone away, she’s calmed down a lot and isn’t as shy anymore as she used to be. She loves to sleep in her 1950ies pram, where she’s queen of her castle. And boy, is she ever talkative! She must be a reincarnated stand-up comedian!

Julchen, die wunderschöne Dame aus Deutschland, musste sich auch einer Zahnsanierung unterziehen (das war dass Jahr der Zahnfee!), aber davon abgesehen war 2012 ein goldenes Jahr für sie. Ihre Hypernervosität hat sich gelegt, sie ist viel ruhiger und gelassener geworden, und ist auch nicht mehr so schüchtern wie früher. Sie liebt es, in ihrem 1950er Kinderwagen zu schlafen – da ist sie die Schlossherrin! Und oh Mann, ist das eine Quasselstrippe. In einem früheren Leben war sie sicher Stand-Up Komiker!

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Leni, called “Baby White Pointer”, doesn’t have that nickname without a reason. Watching her devour her food is like watching a couple of prianhas in a feeding frenzy. Beware the fingers! You wouldn’t think that such a cute wee thing had such sharp teeth, but oh, has she ever! The French stray is the youngest addition to the family, a compulsive cuddler and glued to her tin-opener’s side. She’s chasing the gang around the place, which is good; they all can do with a bit of training. Leni is still quite careful and suspicious of strangers, and keeps her distance. At least until you bring out the treats, then the Baby White Pointer prepares for her kill!

Leni, auch genannt “Weisser Babyhai”, hat den Spitznamen nicht ohne Grund. Wenn man ihr beim Futtern zusieht, muss man sofort an Piranhas im Fressrausch denken. Achtung, Finger! Man würde nicht glauben, dass so ein süsses kleines Ding so scharfe Zähne haben kann, aber holla, und wie sie zubeissen kann! Die kleine Streunerin aus Frankreich ist das jüngste Mitglied der Familie, eine bessessene Schmuserin und klebt ständig an ihrem Dosenöffner. Sie jagt die Bande durch die Wohnung, und das ist auch gut so, denen schadet ein wenig Training nichts. Leni ist noch immer sehr vorsichtig und misstrauisch Fremden gegenüber, und hält Distanz. Wenigstens, bis die Goodies hervorgeholt werden, dann geht der kleine weisse Babyhai zum Angriff über!

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Lorchen has turned into a very beautiful, charming and – ehr – portly cat. She’s outgrown all others, and next to her, Buttons looks like a kitten. Lorchen is very, very stubborn, especially when it comes to the evil word starting with “D” – diet.  She’s a classic pear-shape, and can be easily mistaken for a rabbit when she sits on her hindlegs. I told her cats shouldn’t look like fluffy bunnies, but Buttons told her he thinks fluffy bunnies are cute, so that’s it. She’s the queen of thieves and finds every treat, no matter how well it’s hidden. She’s a living food-detector.

Lorchen ist zu einer wunderschönen, charmanten und – ehr – stattlichen Katze herangewachsen. Sie ist allen anderen davongewachsen, und neben ihr sieht Knopf wie ein kleines Kätzchen aus. Lorchen ist sehr, sehr stur, besonders, wenn es um das böse Wort mit “D” geht – Diät. Sie hat eine klassische Birnenform, und man kann sie leicht mit einem Hasen verwechseln, wenn sie auf ihren Hinterbeinen sitzt. Ich habe ihr gesagt, dass Katzen nicht wie flauschige Häschen aussehen sollten, aber dann hat ihr Knopf gesagt, er fände flauschige Häschen niedlich, und das war’s dann. Sie ist die Königin der Diebe und findet jedes Goodie, egal, wie gut es versteckt ist. Sie ist ein lebender Futter-Detektor.

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Oskar, our orphan from Budapest, has made amazing progress this year. The Gods only know what terrible things he’s seen and experienced as a wee kitten, but during the last years, we could see his confidence improving little by little. This year, he’s made a real jump forward; he’s confident, happy and loves to hang out with Buttons and Brummie. He’s Emma’s special darling, and gets his ears licked regularly. Healthwise, he had to battle an urinary infection and has to stick to a strict diet, but now he’s doing really well. His eye, damaged since he was small, has also improved a lot. His favourite spot is high above everybody else on the bookshelf, throwing carton boxes on the heads of unsuspecting visitors. Oh well, we all need a hobby.

Oskar, unser Waisenkind aus Budapest, hat dieses Jahr fantastische Fortschritte gemacht. Nur die Götter wissen, was er als kleines Kätzchen für schlimme Dinge gesehen und erlebt hat, doch während der letzten Jahre konnten wir sehen, wie sein Selbstbewusstsein jedes Jahr gewachsen ist. Und dieses Jahr hat er wirklich einen Sprung vorwärts gemacht. Er ist selbstbewusst, glücking und hängt gerne mit Knopf und Brummie ab. Er ist Emma’s Liebling, und bekommt regelmässig seine Öhrchen geleckt. Er bekam leider eine Harnwegsentzündung, und muss nun strikte Diät halten, aber es geht ihm wieder sehr gut. Der Zustand seines Auges hat sich ebenfalls verbessert. Sein Lieblingsplatz ist hoch oben auf dem Bücherreegal, von wo er Kartonschachteln auf unschuldige Besucher wirft Naja, wir haben alle ein Hobby.

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Pauline was another dentistry-candidate this year, but that aside, all is well, and she recovered quickly. Happy to have a fellow French friend in Leni, the two are busy cracking jokes about the rest – in French, so nobody understands them. Cheeky lot! She’s a lovely, affectionate cat who knows perfectly well that she’s cute.

Pauline war eine weitere Kandidatin für den Zahnarzt, aber davon abgesehen geht es ihr prächtig, und sie hat sich schnell wieder erholt. Sie ist sehr glücklich, in Leni endlich eine weitere Französin um sich zu haben, und die beiden reissen ständig Witze über ihre Mitkatzen  – auf Französich, damit sie keiner versteht. Freche Dinger! Sie ist eine schöne, anhängliche Kataze, die ganz genau weiss, wie niedlich sie ist.

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Pugsley was, as every year, our main problem child. Poor Pugsley suffers from this rotten illness which has spread all over Europe, which causes an allergy in cats against their own teeth. The result is very painful inflammation, and so it was decided in his case to pull most of his teeth. That was the best decision ever, as it improved his well-being dramatically, and also the strep throat going hand in hand with this allergy was treated successfully. Thanks to meds, Pugsley can live painfree and is enjoying every day; so don’t give up if you ever encounter this problem with your cat. It can be treated, and it’s worth doing it. Pugsley’s favourite hobby is head-butting visitors.

Pugsley war, wie jedes Jahr, unser grosses Sorgenkind. Der arme leidet unter dieser verflixten Krankheit, die sich über ganz Europa ausgebreitet hat, und die eine Allergie bei Katzen gegen ihre eigenen Zähne auslöst. Das Resultat sind schmerzhafte Entzündungen, und so wurde in seinem Fall beschlossen, die meisten seiner Zähne zu ziehen. Das war die absolut beste Entscheidung, da sich sein Befinden dramatisch verbessert hat. Auch die Halsentzündung, die mit der Krankheit in Zusammenhang steht, wurde erfolgreich behandelt. Dank seiner Medikamente kann Pugsley schmerzfrei leben und geniesst jeden Tag; als gebt nicht auf, wenn Ihr dieses Problem bei Eurer Katze antreffen solltet. Man kann es behandeln, und es lohnt sich. Pugsley’s Hobby ist es, Besuchern Kopfstösse zu verteilen.

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Trinny is our little Miss Sunshine. Happy, carefree, affectionate and very cheeky – just look at her wee face and you know that she’s a prankster! Trinny gets along with everybody and loves the world; she’s walking through life with a permanent smile on her face. One could get envious.

Trinny ist unser kleiner Sonnenschein. Glücklich, sorglos, anhänglich und sehr frech – schaut Euch nur ihr kleines Gesicht an, und Ihr wisst, dass ihr der Schalk im Nacken sitzt! Trinny kommt mit allen gut aus und liebt die ganze Welt; sie geht mit einem permanenten Lächeln durch’s Leben. Man könnte neidisch werden.

If you’d like to support the important work of the animal shelter and help them to save animals like Charlie, Buttons, Trinnie, Lorchen and Jule, then please click the “donation” button. Cheers!

Falls Ihr die wichtige Arbeit des Tierheims unterstützen und ihnen helfen wollt, Tiere wie Charlie, Knopf, Trinnie, Lorchen und Jule zu retten, dann klickt bitte auf den “donation” Knopf. Danke!

Lazy Caturday (Sunday, actually, but then the joke would be lost…) / Fauler Katzensonntag

If there’s anything the world will always need, then its pictures of happy cats. Enjoy!
Wenn es etwas gibt, das die Welt immer brauchen wird, dann sind es Bilder von glücklichen Katzen. Viel Spass!

Bag-o-Buttons / Eine Tasche voller Knöpfe

Snoozlin’ Lorchen / Lorchen mützelt

Brummie, the princess on the pea / Brummie, die Prinzessin auf der Erbse

Emma-Mama and her patchwork-family / Emma-Mama und ihre bunt zusammengewürfelte Familie

King Charlie on his throne / König Charlie auf seinem Thron

Oskar on his watchtower / Oskar auf seinem Aussichtsturm

REM / Tiefschlafphase

Buttons / Knopf

Brummie

Oskar

Cat love / Katzenliebe

Trinnie and Pugsley

Buttons and Oskar / Knopf und Oskar

Beware of the wild moggie! / Vorsicht, wilder Kater! (Oskar)

Pauline and Trinnie go green / Pauline und Trinnie im Grünen

Cool Jule

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